Qualität in der Kita

Nach den sehr ernüchternden Ergebnissen der ersten PISA Studie wurde der Ruf nach Qualität in Bildungseinrichtungen immer lauter. Vor dem Hintergrund, dass die Qualität der Kita unmittelbar die Entwicklung eines Kindes beeinflusst, sind sich zwar alle darüber einig, dass Qualität in der Kita eines der wichtigsten Anliegen ist.
Die Frage, wie Qualität in einer Einrichtung etabliert, festgeschrieben, gemessen und evaluiert werden kann, stellt jedoch auch noch für manche erfahrene Kita-Fachkraft eine Herausforderung dar. Qualität in der Kita ist ein sehr komplexes und diverses Thema, zu dem Fachkräfte, Träger und Eltern oftmals unterschiedlichste Vorstellungen haben.

Qualität in der Kita-Warum?

Der Auftrag zur Qualitätsentwicklung und -sicherung wurde 2005 mit dem Tagesbetreuungsgesetz in den § 22a SGB VIII aufgenommen: „Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln“[1] . Zudem soll „Entwicklung und Einsatz einer pädagogischen Konzeption als Grundlage für die Erfüllung des Förderungsauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten und Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen“ umfassen (a.a.O.). Das Jugendamt ist dazu verpflichtet die Umsetzung in eigenen Einrichtungen einzuführen.  Auf Landesebene wurde 2004 in der Jugend- und Kultusministerkonferenz ein gemeinsamer Rahmen der Länder für Kindertageseinrichtungen verabschiedet, mit einer Kategorie zur Sicherung und Entwicklung der Qualität. Obwohl kein bestimmtes Verfahren zur Qualitätssicherung vorgeschrieben wird, besteht die Empfehlung an den Träger sich mit der Qualität in der Einrichtung auseinanderzusetzten. Das Land Rheinland-Pfalz beispielsweise hat diesen Auftrag in §9a vom Kindertagesstättengesetz in das Landesrecht übertragen.

[1] BMSFS (Hrsg.) (2013): Kinder- und Jugendhilfe. Achtes Buch Sozialgesetzbuch. Berlin, 4. Aufl. S. 88

Qualität in der Kita-Was?

Qualitätsmanagement kommt ursprünglich aus der Industrie mit dem Ziel einer Qualitätskontrolle des Endprodukts. Es gibt international gültige DIN EN ISO Normen an denen Qualität gemessen wird.

Da es in der pädagogischen Arbeit mit dem Kind unmöglich ist das Endergebnis (Ergebnisqualität) zu messen, stellt sich die Frage, wie ein Qualitätsmanagement im pädagogischen Bereich aussehen kann.

Als Ausgangspunkt für Qualität in der Kita können die konkreten Lern- und Bildungsprozesse und der dazu vorhandene Rahmen genutzt werden. Aus vorhandenen Qualitäten  wird ein gemeinsamer Lernprozess initiiert, der mit dem Interesse an Veränderung beginnt und sich im Dialog aller Beteiligten im Feld entwickelt. Er sollte außerdem eine Untersuchung der Fachpraxis beinhalten. Mehr…

Qualität in der Kita - Wie?

Das sich bildende Kind und die es in seinem Bildungsprozess Begleitenden stehen konsequent im Zentrum.

Wie muss ein Qualitätskonzept gestaltet sein, dass klare, überprüfbare Kriterien enthält und gleichzeitig auf die jeweils gelebten und bisher verschriftlichten Arbeiten, wie die Konzeption, aufbaut?
Der Maßstab einer guten pädagogischen Qualität wird von dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag gebildet, in dem die Interessen des Kindes in den Mittelpunkt gerückt werden.


Aus diesen Fragestellungen heraus wurde das Bildungs- und Qualitätskonzept PREpBK von Kornelia Becker-Oberender, Diplom-Pädagogin und Leitung des Institut für Bildung und Entwicklung (IBE-Gieleroth) im Jahre 2014 entwickelt.

PRE-pBK bedeutet...

Pro-aktiv und Resilient
Die (Weiter-)Entwicklung eigener Qualitätsstandards bietet der Fachkraft die Gelegenheit der Reflexion ihrer Selbst-, Sach-, Sozial- und Resilienzkompetenz. Es ermöglicht das Erkennen eigener Ressourcen und führt zu einem pro-aktiven, resilienten Umgang mit Veränderungsprozessen. So entwickelt sich eine pädagogische Präsenz, die von steter Erneuerung profitiert und bereit ist, sich achtsam und konstruktiv mit allem Neuen zu beschäftigen.

Energievoll
Das PRE-pBK regt dazu an, die eigene Praxis in den Blick zu nehmen. Im Rahmen der Qualitätsentwicklung werden die pädagogischen Fachkräfte befähigt, konkret und differenziert Ihren pädagogischen Auftrag mit den Kindern und deren Eltern zu beschreiben, weiter zu entwickeln und zu sichern. Sie lernen Ihre Praxis zu reflektieren und sich dessen zu versichern, was das eigene Alltagshandeln bestimmt, was Energie raubt und was Energie stärkt. Sie üben sich darin, das eigene Tun wahrzunehmen, sich bewusst zu machen und mit den pädagogischen Zielen zu verbinden. So entwickelt sich eine energievolle Partizipations- und Wohlfühlkultur für alle Beteiligten, zum Wohle des Kindes.

potenzialorientiert: Das PRE-pBK versteht sich als gezielte Hilfe bei der fachlichen Orientierung und eine Einladung zum Dialog für alle engagierten Fachkräfte, um die jeweilige(n) Einrichtung(en) in einen  Zustand optimal machbarer Qualität zu versetzen. Es gilt dabei raus aus der Routine zu kommen, neue Impulse zu spüren, bewegtes und modernes Risiko-, Wissens- als auch Stressmanagement zu lernen, an sich und seinen Fähigkeiten zu wachsen, sich zu inspirieren und neu begeistern. Das geschieht durch positiv erlebbare Handlungsspielräume. So können ungenutzte Kreativität und schlummernde Potenziale entfaltet werden.

BK:  Das PRE-pBK ist in erster Linie ein Bildungs-Konzept. Es ermöglicht Teamreflexion auf sachlicher Basis, die Konzeption in lebendige Pädagogik zu verwandeln, die Nachhaltigkeit des päd. Konzeptes durch Verantwortungsübernahme, Nachweiskontrollen und Finden von Verbesserungspotenzialen zu stärken als auch auftauchende Risiken bestmöglich abzufedern – zum Wohle und Schutz des Kindes (Bundeskinderschutzgesetz) und der Fachkräfte. Dabei werden Qualitätsmerkmale festgehalten und die so entstandene Qualitätserfassung gemanagt. Das PRE-pBK ist ein partizipatives Ordnungssystem und eine permanente Feedbackkultur – keine Zusatzbelastung für die Leitung, kein Schrankfüller oder Papiertiger. Es ist ein modernes Lehr-/Lernkonzept zum Etablieren einer lernenden Organisation, die Ihre Qualität kennt und weiterentwickelt: Das ist Qualitätsentwicklung die nützt.


Interessiert?

Lassen Sie Ihre Konzeption lebendig werden. Binden Sie die Erkenntnisse Ihrer Weiterbildungen direkt im Alltag ein – zum Wohle und Schutz des Kindes (Bundeskinderschutzgesetz) und der Fachkräfte.
Mit dem PRE-pBK integrieren Sie ein stetig „mitwachsendes“ Konzept für Pädagogik in gleichbleibender bester Qualität.

Wir beraten Sie gerne.

PRE-pBK Bildung und Qualität– Infobroschüre